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Waterfootprint Liechtenstein

Liechtenstein lanciert Waterfootprint

Anlässlich des UNO-Weltwassertages am 22.03.17 hat Liechtenstein als erstes Land den Waterfootprint lanciert. Ziel des Waterfootprints Liechtenstein ist es, für jeden Liechtensteiner Bürger einem Menschen in Not den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Die Lancierung erfolgte im Rahmen einer Aktionsveranstaltung unter dem Motto „Leitungswasser trinken, Trinkwasser spenden“, die gemeinsam vom Verein DRINK & DONATE, der LIFE Klimastiftung Liechtenstein und der Klimaschutzorganisation myblueplanet im Kunstmuseum Liechtenstein durchgeführt wurde.

Waterfootprint Liechtenstein lösen

 

In Liechtenstein ist die freie Verfügbarkeit von Trinkwasser und dessen ausgezeichnete Qualität eine Selbstverständlichkeit. Dies ist jedoch nicht überall der Fall: Global gesehen ist Wasser in vielen Gebieten eine knappe und äusserst kostbare Ressource. Weltweit haben ca. 780 Millionen Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser. Laut UNICEF sterben täglich über 4’000 Menschen an den Folgen von verseuchtem Wasser. Verschmutztes Trinkwasser ist weltweit Krankheitsursache Nummer eins – rund 80 % der Todesfälle in den Entwicklungs- ländern hängen mit verschmutztem Wasser zusammen. Deshalb ist es entscheidend, so vielen Menschen wie möglich Zugang zu sauberem Trinkwasser zu verschaffen.

Vor diesem Hintergrund haben sich die drei Veranstalter – der Verein DRINK & DONATE, die LIFE Klimastiftung Liechtenstein und die Klimaschutzorganisation myblueplanet – entschieden, den diesjährigen UNO-Weltwassertag bewusst unter das Motto „Leitungswasser trinken, Trinkwasser spenden“ zu stellen und damit im Rahmen einer Aktionsveranstaltung zu einem Umdenken im Umgang mit Wasser aufzurufen. Zahlreiche Gäste sind der Einladung der drei Organisatoren gefolgt und konnten sich ab 16 Uhr im Liechtensteiner Kunstmuseum an verschiedenen ThemenBARs aus erster Hand rund um das Thema Wasser informieren. So konnten sich die Besucher an der UmsetzBAR ein Bild davon machen, welchen konkreten Projekten die Einsparungen durch die Verwendung von Trinkwasser zugutekommen, oder sich an der ErklärBAR von der ausgezeichneten Trinkwasserqualität in Liechtenstein überzeugen. An der MessBAR wurden Zahlen und Fakten zum Thema Wasser und Umwelt einfach und verständlich aufgezeigt. An der DegustationsBAR konnten die Gäste an einer Blinddegustation teilnehmen und ausprobieren, wie gut ihnen das Leitungswasser im Vergleich zu herkömmlichem Mineralwasser schmeckt.

Waterfootprint Liechtenstein lanciert

Im Zentrum und Höhepunkt der Aktionsveranstaltung war der Abendanlass. Dieser stand ganz im Zeichen der Lancierung des Waterfootprints Liechtenstein. Ziel des Waterfootprints Liechtenstein ist es, pro Bürger in Liechtenstein einem bedürftigen Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen: also die Lebensbedingungen von über 37’000 Menschen in Not massgeblich zu verbessern. Zahlreiche Unternehmen in Liechtenstein verzichten bereits auf die Verwendung von handelsüblichem Mineralwasser und haben auf Leitungswasser umgestellt, allen voran die LGT, die LLB, Ivoclar Vivadent, Labor Risch, Allied Finance, MBPI und viele mehr.

Damit gehen sie mit gutem Vorbild voran und leisten nicht nur einen massgeblichen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen, sondern sie spenden gleichzeitig auch die durch die Umstellung auf Leitungswasser eingesparten Anschaffungskosten an DRINK & DONATE zur Finanzierung von Trinkwasserprojekten in Entwicklungsländern.

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Mit Vorbild voran

Eröffnet wurde die Abendveranstaltung durch eine Ansprache von Regierungschef und LIFE- Stiftungsratspräsident Adrian Hasler. Dieser rief denn auch dazu auf, es den genannten Firmen gleich zu tun. Gleichzeitig gab er bekannt, dass die ganze Landesverwaltung ebenfalls auf Leitungswasser umsteigt. „Die Lancierung eines landesweiten Waterfootprints ist eine Weltpremiere; Liechtenstein nimmt damit eine Vorreiterrolle ein und engagiert sich konkret und tatkräftig für ökologische und soziale Ziele. Es freut mich ganz besonders, dass ich sowohl für die Landesverwaltung als auch für die LIFE Klimastiftung Liechtenstein sagen kann, dass wir ein Teil davon sind“, hob Regierungschef und LIFE-Stiftungsratspräsident Adrian Hasler in seiner Rede hervor.

Mitmachen und Mithelfen

Unter der Leitung von Radio L-Moderatorin Petra Matt diskutierten im Anschluss daran Regierungschef Hasler, Peter Ritter, Geschäftsleiter des Liechtensteinischen Entwicklungsdienstes (LED), Andreas Batliner, Präsident von DRINK & DONATE, Daniel Lüscher, Gründer von myblueplanet, Elija Kind, Fachmann für Wasserwirtschaft beim Amt für Umwelt und Klemens Handler, Sustainability Management, LGT Financial Services AG, weshalb ein Engagement wichtig ist, warum wir gerade in Liechtenstein dazu prädestiniert sind und wie jeder seinen Beitrag dazu leisten kann, dass auch Menschen in Not Zugang zu Trinkwasser erhalten.

Peter Ritter zeigte dabei mit seiner langjährigen Erfahrung als Geschäftsführer des LED auf eindrückliche Weise auf, was generell mit Wasserprojekten in Entwicklungsländern bewirkt werden kann und wo sich Liechtenstein bereits heute aktiv im Rahmen seiner Entwicklungsarbeit einsetzt. Elija Kind ging auf die hervorragende Wasserqualität in ganz Liechtenstein ein. „Wir können uns in Liechtenstein glücklich schätzen; was für uns selbstverständlich ist, ist es in anderen Ländern in Europa bereits nicht mehr, geschweige denn in Entwicklungsländern“, führte er aus.

Die LGT animiert ihre Mitarbeitenden an den Standorten in Liechtenstein, in der Schweiz und in Österreich bereits seit einem Jahr dazu, Leitungs- statt Mineralwasser zu trinken. Zeitgleich spendet sie einen namhaften Betrag für Trinkwasserprojekte in Entwicklungsregionen, um Menschen einen langfristigen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. „Unser Engagement ist Teil unserer Unternehmenskultur, die von langfristig orientiertem Denken und Handeln geprägt ist“, führte Klemens Handler von der LGT aus. „Benachteiligten Menschen den Zugang zu gesundem, sauberen Trinkwasser zu ermöglichen, ist eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft“, betonte Daniel Lüscher, Präsident von myblueplanet. Davon profitiert auch unser Klima: „Die Abwasserreinigung, der Transport oder die Erhitzung von Wasser verbrauchen Energie und verursachen CO2-Emissionen. Daher gilt die einfache Regel: Wer Leitungswasser statt Mineralwasser konsumiert, schützt auch das Klima“, fügte Lüscher hinzu.

Jedes Engagement zählt

„Uns geht es darum, mit dem heutigen Aktionstag alle hier in Liechtenstein – seien es Privatpersonen oder Firmen – dazu zu motivieren, beim Waterfootprint mitzumachen und mitzuhelfen“, betonte Andreas Batliner. „Je mehr Liechtensteiner bewusst Leitungswasser konsumieren und ihre Spende dafür entrichten, desto mehr Menschen erhalten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Leitungswasser trinken, weniger Mineralwasser brauchen und einen Teil des eingesparten Geldes spenden: So einfach funktioniert das Prinzip“, schloss Batliner.

Petra Matt nahm seinen Appell zum Anlass und rief dazu auf, sich an der WaterfootprintBAR zu erkundigen und Teil der Initiative zu werden, denn mit nur CHF 50 könne einer Person langfristig Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht werden. Jedem Spender schenkte die LIFE Klimastiftung Liechtenstein ab einer Spende von CHF 25 eine eigens zum Waterfootprint Liechtenstein von DRINK & DONATE entworfene, persönliche Trinkflasche.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Verlosung an der WunderBAR von 3×5 Waterfootprints sowie einer Waterfootprint-Trinkflasche. Petra Matt zog anstelle der Miss Earth Schweiz Sarah Laura Peyrel, welche krankheitshalber kurzfristig ihre Teilnahme absagen musste, die drei glücklichen Gewinner und übergab ihnen je ein Spendenzertifikat im Wert von CHF 275, gesponsert von der LGT, Ivoclar Vivadent und der Laborgruppe Dr. Risch. Damit wird je einer 5-köpfigen Familie der Zugang zu Trinkwasser ermöglicht.

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